Zusammen für Genua

Eine Brücke der Solidarität, um zusammen die Kraft für einen Neuanfang zu finden.
Wir haben das neue Stadtteilzentrum 13D Certosa mit Aktivitäten und Angeboten für die vom Einsturz
des Ponte Morandi in Genua besonders betroffene Bevölkerung verwirklicht.

I risultati

  • m2
    renovierte Fläche
  • Geschäftspartner, die gespendet haben
  • Spendenaktion
  • Euro
    An Spenden gesammelt
Genova (Liguria)
2018
2021
Genova (Liguria)

In Zusammenarbeit mit: der Gemeinde Genua

DIE HERAUSFORDERUNG: Der Einsturz der Morandi-Brücke in Genua, eine geteilte Stadt

Am 14. August 2018 erlebt Genua einen der dramatischsten Momente in seiner jüngeren Geschichte.
Der Einsturz der Autobahnbrücke Ponte Morandi hinterlässt eine tiefe Wunde in der Stadt.
Für Genua, dem durch dieses Ereignis eine Infrastruktur von wesentlicher strategischer Bedeutung abhandenkommt, sind die Auswirkungen sowohl in wirtschaftlicher wie sozialer Hinsicht erheblich. Diese Tragödie fordert nicht nur zahlreiche Todesopfer, sondern trifft auch die Bevölkerung, die in der Nähe der Autobahnbrücke lebt, schwer. Hunderte von Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen und diejenigen, die in der Gegend leben und in den Gewerbebetrieben arbeiten, sind von der übrigen Stadt abgeschnitten.
Das Stadtviertel Certosa ist am meisten betroffen und zahlt den höchsten Preis.

DAS ZIEL: Dank der Spendensammlung für den Ponte Morandi haben wir ein neues Gemeinschaftsgefühl aufgebaut.

Zusammen für Genua ist ein Projekt, das dem Wunsch entspringt, uns nach einem dramatischen Ereignis konkret für das Wohl der Gemeinde einzusetzen. Unser Ziel war es, mit Blick auf die Zukunft den Wiederaufbau zu beginnen und einen lebendigen Ort im Dienste der Bürger und Bürgerinnen zu schaffen, der ihren realen Bedürfnissen entspricht: ein lokales Zentrum, das Raum für vielfältige Initiativen bietet und zur Partizipation einlädt.

UNSER PROJEKT: Ein Stadtteilzentrum, um die Tragödie des Ponte Morandi zusammen zu bewältigen

Das von der Costa Crociere Foundation initiierte Projekt wurde im August 2018 mit einer Spendensammlung gestartet, an der die wichtigsten Stakeholder von Costa Crociere beteiligt waren: die Gäste an Bord der Schiffe, die Reisebüros, die Zulieferer und die Mitarbeiter. Auch Costa hat einen direkten Beitrag geleistet und einen Euro für jede Buchung, die zwischen August und November 2018 durchgeführt wurde, und jede Portion Trofie al Pesto, die im gleichen Zeitraum an Bord serviert wurde, gespendet.
Eine kollektive Freigiebigkeit, die sich auch bei der großen Wohltätigkeitsgala wiederholte, die wir an Bord der Costa Fortuna bei ihrer ersten Rückkehr nach Genua im März 2019 organisierten und die dazu beitrug, dass am Schluss mehr als 300.000 Euro zusammenkamen.
Die Initiative hat dann, in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Genua, in der Sanierung eines leerstehenden Gebäudes konkrete Gestalt angenommen.
Das neue Stadtteilzentrum, mit einer Fläche von ca. 530 m², befindet sich im Stadtteil Certosa und ist im ersten Stock eines Gebäudes im Besitz der Gemeinde untergebracht. Im Zuge der Sanierung wurde das gesamte Gebäudeinnere renoviert, einschließlich der Elektro- und Wasserinstallationen, der Klima- und Heizungsanlage sowie der Türen und Fenster. Die Sanitäranlagen wurden ebenfalls saniert und barrierefreie Toiletten eingebaut, außerdem wurden die Innenräume erneuert. Sämtliche Bereiche und Räume wurden neu gestaltet und mit Einrichtung, Zubehör und einem Audio- und Videosystem ausgestattet. Auch die Gemeinschaftsräume und der Außenbereich der Kinderkrippe im Erdgeschoss erfuhren eine Erneuerung. Überdies wurde die Fassade saniert.

So ist das Stadtteilzentrum 13D Certosa entstanden, das am 9. Dezember 2020 eingeweiht wurde: Ein Zentrum, das geschaffen und entwickelt wurde, um sich in das Viertel zu integrieren, und dessen wichtigster Wert und besonderes Merkmal die Inklusion ist. Dank eines innovativen Partizipationsprozesses, den die Koordination durch die Gemeindeverwaltung des Municipio V ermöglicht hat, unterstützen die Institutionen und die wichtigsten Vereinigungen, die im Viertel aktiv sind, die Visionen, Funktionen und Aktivitäten der neuen Einrichtung und haben dem Namen zugestimmt, der von der Hausnummer des Zentrums abgeleitet ist. Das Stadtteilzentrum geht folglich aus den realen Bedürfnissen hervor, die von der lokalen Bevölkerung zum Ausdruck gebracht wurden, und bietet der Gemeinschaft Kompetenzen, Räume, Mittel und Ressourcen.

Das Zentrum stellt der lokalen Gemeinschaft Unterstützungs- und Hilfsangebote zur Verfügung und soll sowohl Vereinigungen wie einzelnen Bürgern und Gruppen, die neue Initiativen ins Leben rufen möchten, einen Versammlungsort bieten. Es ist ein Ort der Inklusion, an dem alle willkommen sind, insbesondere junge Menschen, mit der Möglichkeit, nachschulische Betreuung und Gemeinschaftsaktivitäten zu organisieren. Darüber finden Nachwuchsunternehmer und -unternehmerinnen und Startups Coworking-Räume: Ein Zentrum, das dazu bestimmt ist, zum lebendigen Herz des gesamten Stadtviertels zu werden.

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